SARASANI – das Pfadi-Magazin wird digital und wir dürfen mithelfen

Referenzprojekt SARASANI – Titelseite des Pfadi-Magazins neben Smartphone und Laptop als Mockup für die digitale Version

Die Pfadibewegung Schweiz (PBS) ist ein Verband voller Tradition, bei dem die Bindung zu den Mitgliedern, den «Pfadis», grossgeschrieben wird. Ein wichtiges Mittel dafür ist das «SARASANI».

Viermal im Jahr flattert die offizielle Mitgliederzeitschrift ins Haus aller aktiven Pfadis – randvoll mit Geschichten, die verbinden. Das Magazin gibt es auf Deutsch und Französisch, gegründet im Bundeslager 2008, seither als Printprodukt heiss geliebt. Und jetzt kommt die spannende Frage: Wie adaptiert man so eine Tradition ins digitale Zeitalter, ohne ihren Charme zu verlieren? Genau das haben wir gemeinsam mit der Pfadibewegung Schweiz herausgefunden – und durften von der ersten Konzeptidee bis zum laufenden Betrieb dabei sein. Das Ergebnis: sarasani.swiss.

Die Herausforderung: Print-Tradition trifft digitale Zukunft

Vielen Verlagen, Verbänden und KMUs mit eigener Publikation geht es gleich: Man hat ein Print-Magazin und will es digital zugänglich machen, ohne dass es an Wert verliert. Genau davor stand auch die Pfadibewegung Schweiz. Digitalisieren, ohne die Wertigkeit des gedruckten Originals zu verlieren. Mit begrenzten Ressourcen. Und ohne sich in teurer, proprietärer Multichannel-Software zu verlieren.

Vom Vorprojekt zum tragfähigen Konzept

Woran es bei der Pfadi nie fehlt, sind Ideen. Damit daraus ein Projekt mit Wirkung wird statt eine Wunschliste, die niemand umsetzen kann, haben wir die Pfadibewegung Schweiz in einem Vorprojekt umfassend beraten. Gemeinsam mit dem SARASANI-Team haben wir gesammelt, priorisiert und die grössten Pain Points auf den Tisch gelegt. Daraus wurde ein klares MVP (Minimal Viable Product) – genau die Funktionen, die für den digitalen Start wirklich zählen.

Zu unserer Begleitung im Planungsprozess sagt die Projektleiterin:

morntag hat unsere Bedürfnisse verstanden und unsere Rahmenbedingungen zuverlässig eingehalten. Wir wurden eng und geduldig betreut, eine ehrliche Beratung und reger Austausch kamen nie zu kurz.

Nadia Lettieri / Dröpsli, Projektleiterin «SARASANI Next Level», PBS-Geschäftsstelle

SARASANI ist live – und wächst weiter

Aus dem Konzept ist ein Redaktions- und Publikationssystem geworden, mit dem die PBS-Redaktion heute tagtäglich arbeitet: sarasani.swiss ist online, wird laufend mit neuen Geschichten gefüttert und auf Deutsch wie Französisch ausgespielt.

Rubriken wie «Steckbrief» oder «Comic» sorgen für Wiedererkennung – egal, welche Geschichte gerade erzählt wird.

Was steckt heute drin?

  • Ein Redaktionsworkflow mit klaren Rollen und Regeln. Der webbasierte Redaktionsworkflow ist direkt in WordPress gebaut und soll vor allem eines: den prozess vereinfachen. Redaktion, Übersetzung und Freigabe laufen über klar definierte Rollen und Berechtigungen. Jede Person sieht genau das, was sie für ihre Aufgabe braucht – und nichts verschwindet mehr in Word-Dokumenten oder E-Mail-Fluten.
Das Ziel ist Klarheit: Der Workflow zeigt der Redaktion, was als Nächstes ansteht – inklusive automatischer Kontrolle von Zeichenzahl und einer E-Mail-Reminder-Funktion («Arbeitsfrist») wenn ein Beitrag mal vergessen gehen sollte.
  • Mehrsprachigkeit. Die Inhalte werden zentral gepflegt und in die andere Sprache (DE oder FR) übersetzt und veröffentlicht, mit einem sauberen XLIFF-Austausch, der nahtlos in den Redaktionsworkflow passt.
  • Individuelle Content-Bausteine. Rubriken wie «Steckbrief», «Comic», «Rezepte & Basteln» oder «Hallo aus der Redaktion» sind als massgeschneiderte Bausteine im WordPress-Block-Editor angelegt. So bleibt jede Rubrik in Form und Struktur konsistent – egal, wer gerade den Beitrag erfasst.
Vorlagen für Rubriken wie «Kochen/Basteln» oder «Bericht International» lassen sich per Drag-and-drop einfügen – so bleibt jeder Beitrag in der richtigen Form.
  • MediaHub-Anbindung. Bilder und Medien werden nicht mehr manuell hochgeladen und dupliziert, sondern direkt aus dem MediaHub der PBS eingebunden.
  • Eine Brücke zu Print. Damit das digitale SARASANI die gedruckte Ausgabe ergänzt statt konkurrenziert, ist das System auch auf die Print-Produktion mit einer personalisierten Version von press2id abgestimmt – eng abgesprochen mit der Printdesignerin des Magazins.

Es geht weiter

Auch wenn das MVP live ist: Fertig sind wir nicht. Als Nächstes packen wir zwei Dinge an:

  • Eine Pinnwand für Beiträge aus der Community. Pfadis sollen künftig eigene Beiträge einreichen können. Das Feature steht schon fast, die letzten Feinheiten im redaktionellen Ablauf klären wir gerade.
  • Barrierefreiheit. Gemeinsam mit einer Fachstelle prüfen wir, wie sarasani.swiss nicht nur technisch kompatibel, sondern wirklich inklusiv wird.

Wir freuen uns, dass wir mit der Pfadibewegung Schweiz immer wieder neue Ideen aushecken dürfen, um das digitale SARASANI Schritt für Schritt auszubauen.

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